Konfuzius sagt...
Morgana hat für Euch eine kleine Auswahl von konfuzianischen Aphorismen
gefunden, die sie Euch ausgewählt präsentiert.
Zum Wert der Gesinnung:
„ Es gibt eine Höflichkeit ohne äußere Form; das ist die Achtung.
Es gibt eine Trauer ohne Trauergewänder; das ist die Betrübnis. Es gibt eine Musik ohne Töne; das ist die Freude. Es gibt eine Zuverlässigkeit, die nicht erst Worte machen muss, es gibt einen Respekt, der nicht erst durch Handlungen hervorgerufen wird, es gibt eine Güte, die nicht erst wohlzutun braucht; das ist die Gesinnung. Der Ton der Glocke, die im Zorn geschlagen wird, ist kriegerisch; wird sie in der Trauer angeschlagen, so klingt sie melancholisch. Wechselt die Gesinnung, so ändert sich der Ton entsprechend. Wenn nun so eine wahrhaftige Gesinnung selbst Metall und Stein beeinflusst, wie viel mehr erst die Menschen?
Vom Nutzen des Widerspruchs
Konfuzius sprach:
„ Eine gute Arznei schmeckt dem Munde bitter, aber sie ist gut für die Krankheit. Redlicher Rat widerstrebt dem Ohre, aber er kommt dem Handeln zugute. Die Könige Tang und Wu sind durch „ Aber, aber“ zum Erfolg gelangt, die Tyrannen Gie und Dschou-Sin sind durch
„ Ja,ja“ zugrunde gegangen. Es ist noch nie vorgekommen, dass ein Fürst ohne Diener, die ihm widersprechen, ein Vater ohne Sohn, der widerspricht, ein älterer Bruder ohne jüngeren Bruder, der ihm widerspricht, ein Gebildeter ohne Freund, der widerspricht, frei von Fehlern blieben. Darum heißt es, was der Fürst übersieht, findet der Diener, was der Vater übersieht, findet der Sohn, was der ältere Bruder übersieht, findet der jüngere, was ein Mann übersieht, findet sein Freund heraus. Dann kommt das Reich nicht in Gefahr des Untergangs, das Haus nicht in Gefahr der Verwirrung, zwischen den Angehörigen kommen keine Missverständnisse auf und Freundschaften gehen nicht in die Brüche.
Quelle: Diederichs Gelbe Reihe Hrsg. Richard Wilhelm u. Hellmut Wilhelm










